Grundschule in der Au : Zirkus - Projekt in den Medien

In den Medien ...

Die Rheinpfalz vom 03.03.2011

Statt zum Unterricht in die Manege

Landstuhl: 240 Grundschüler versuchen sich als Zirkusartisten - Zwei Vorstellungen nach Training im „Mitmach-Zirkus”

Der Zirkus ist eine eigene Welt. Hochspannung, Lachen und Staunen sind angesagt, wenn Akrobaten, Clowns und Zauberer tollkühne Nummern zeigen. Der „Mitmach-Zirkus Zapp Zarap” machte in nur fünf Tagen aus den 240 Schülern der Landstuhler Grundschule In der Au echte Artisten. Bei zwei Vorstellungen am Wochenende bewiesen sie ihr Können.
Aufgeregtes Gemurmel auf den Rängen, dann gehen die Scheinwerfer an. „Vorhang auf, Manege frei”, ruft Schulleiterin Anette Buchholz, und die 120 jungen Zirkuskünstler dieser Vorstellung laufen winkend ein. Sie haben auf der Rückseite des Zelts dem Beginn der Vorstellung entgegen gefiebert. Im Nu ist das Rund mit glitzernd-farbenfrohen Kostümen gefüllt, die von strahlenden Kindern getragen werden. Der tollpatschige und zugleich clevere Clown macht seine Späße, Zauberer lassen unter bunten Tüchern Gegenstände verschwinden, die Besucher im Zirkuszelt in der Grundschule sind begeistert.
Neun Artisten mit gelb-roten Westen erobern zuerst die Manege. Konzentriert klettern sie übereinander, um eine Pyramide zu bilden. Sobald der letzte Akrobat ganz oben angekommen ist, recken sie ihre Hände in die Höhe. Das Publikum applaudiert. Genauso wie bei der nächsten Nummer, wenn die Zauberkünstler ihre Tricks zeigen. Da stehen vier in einer Reihe, stecken ihre Köpfe zusammen und lassen ein Tuch im Ohr des einen verschwinden, um es aus dem Ohr eines anderen wieder herauszuziehen. Danach präsentieren sie einen Wasserkrug, der sich auf magische Weise immer wieder aufs Neue füllt.
Dann tragen Assistenten zwei Säcke mit Glasscherben in die Manege. Die Zuschauer halten den Atem an, als die Fakire sich mit bloßen Füßen darauf stellen, sich bäuchlings und rücklings darauf legen und sogar einen Handstand auf den Bruchstücken machen. Das mit unzähligen Nägeln gespickte Brett dient ihnen als Unterlage für ihre Übungen, die die Besucher gebannt verfolgen.
„Clowns, wollt ihr berühmt werden?”, fragt eine Spaßmacherin ihre Freunde. Und wie sie wollen! Die Truppe stimmt ein fröhliches Lied von Rollmops, Hering und Hai an, doch der Zirkusdirektor jagt sie von ihrem Platz fort. Die Clowns sind hartnäckig und rücken unter dem Gelächter der Zuschauer mit ihrer Bank nach rechts und links, dann von vorne nach hinten. Ständig taucht der schimpfende Chef auf, der ihnen das Singen verbietet und sie vertreibt. Nur mit einer gruselgrünen Hexenmaske hat er schließlich Erfolg.
Alle Lichter sind aus. Im Innern des Zelts herrscht fast komplette Dunkelheit. Nur die Scheinwerfer des Schwarzlichts bringen grüne, orange- und pinkfarbene Tücher zum Leuchten. Ihr Tanz beginnt. Schemenhaft erkennbare Gestalten werfen und wirbeln sie rundherum und malen vor den Augen des Publikums effektvolle Leuchtfiguren in die Luft. Der begeisterte Applaus spornt auch die Jongleure an, die Teller auf dünnen Stöcken zum Drehen bringen.
Es kann schon ganz schön schwer sein, auf zwei Rädern zu fahren, aber wie ist es wohl auf einem? Die Einradfahrer zeigen, wie es geht. Zum Teil von Assistenten geführt, drehen sie ihre Runden durch die Manege, greifen nacheinander an einen Gymnastikreifen, um sich dann als Trio im Kreis zu drehen und schließlich gekonnt nach hinten abzusteigen. Ganz ähnlich verhält es sich bei den Seiltänzern. Auf Balance und höchste Konzentration kommt es an, wenn sie sich Schritt für Schritt nach vorne tasten und dabei sogar auf einem Bein stehen oder mit verbundenen Augen das Seil überqueren.
Spannung pur heißt es auch bei den Flammenbändigern. Sie entzünden Stäbe an einer brennenden Kerze und streichen damit über ihre Unterarme, berühren das Feuer und löschen es mit bloßen Händen.
Dann staunen die Zuschauer nicht schlecht über die Nachwuchsartisten, die in schwindelerregender Höhe turnen. Kopfüber hängen sie am Trapez, halten sich mit einem Arm und einem Bein fest, um sich dann wieder hoch zu schwingen. Begleitet von Applaus zeigen sie eine Sechserformation, bei der drei der Artisten auf den Knien der anderen drei stehen.
Zum Finale laufen alle Artisten in die Manege ein, Lampenfieber und Anspannung sind vergangen. Das Publikum honoriert die einstündige Vorstellung mit begeisterten Pfiffen, Rufen und langem Applaus - strahlende Gesichter überall. „Ein Traum wurde wahr”, bilanziert die Lehrerin Marianne Müller glücklich. (Monika Klein)

Die Rheinpfalz vom 03.03.2011

STICHWORT: Zirkus Zapp Zarap

Eine Zirkusvorstellung ist für das Publikum immer ein Erlebnis. Wie ist es aber, wenn man selbst als Clown, Akrobat, Fakir oder Feuerbändiger auftreten darf? Diese Möglichkeit bietet der „Mitmach-Zirkus Zapp Zarap” aus Leverkusen. Innerhalb von fünf Tagen lernen die Schüler mit Lehrern und Zirkuspädagogen außerschulische Fähigkeiten. Statt Mathe oder Deutsch stehen dann Fächer wie Artistik, Zaubern, Einradfahren oder Clownerie auf dem Stundenplan. Als Höhepunkt und Abschluss präsentieren die frisch gebackenen Zirkusartisten am Ende des Projektes ihr Können bei einer Aufführung im richtigen Zirkuszelt. (lmo)

Die Rheinpfalz vom 03.03.2011

Stimmen: Das Zirkusprojekt

Eine Woche lang gastierte der Zirkus Zapp Zarap auf dem Schulhof der Landstuhler Grundschule In der Au. Gemeinsam mit vier Zirkuspädagogen und der Unterstützung durch die Lehrer übten sich 240 Kinder in verschiedenen Bereichen wie Seiltanz, Clownerie oder Akrobatik. Finanziert wurden die Kosten in Höhe von 7500 Euro durch Spenden und Eintrittsgelder.
Aufgeteilt in zwei Gruppen trainierten die Schüler aus allen Klassen und luden am Wochenende zu zwei Aufführungen ein, bei denen sie ihre außerschulischen Talente unter Beweis stellen konnten.
Die zehnjährige Lena bringt gerne Leute zum Lachen und hat ihre Ader für die Clownerie entdeckt. „Clowns sind so lustig”, schilderte sie ihre Erfahrungen.
Die Freundinnen Luisa und Lea (beide 10) haben sich fürs Einrad entschieden. „Es hat viel Spaß gemacht”, berichteten die beiden Mädchen. Ein wenig konnten sie schon zuvor fahren. Aber auf dem Einrad noch Kunststücke einzustudieren, war für Lea eine Herausforderung. Sie hatte viel Spaß am Zirkus: „Gerne würde ich nochmal mitmachen”, schwärmte sie.
„Ich hatte keine Angst”, sagte Henry (7), der sich als Feuerbändiger versucht hat. Am Montag habe er es ausprobiert und sich auch gleich dafür entschieden. Die neunjährige Rita hat eine mindestens ebenso gefährliche Herausforderung gewählt. Sie hat als Fakir auf Glasscherben gestanden. „Es fühlt sich gemütlich an”, sagte sie. Jetzt ist sie stolz und froh, dass alles so gut geklappt hat: „Man braucht schon Mut. Aber ich wusste, dass nichts passiert.”
„Die Kinder können zeigen, was in ihnen steckt. Da kommen die Kleinen ganz groß raus”, unterstrich Schulleiterin Anette Buchholz. „Sie lernen, sich etwas zuzutrauen und an ihre Grenzen zu gehen.”
„Es ist das Schönste, in die Gesichter der Kinder zu blicken und zu sehen, wie sie über sich selbst hinauswachsen”, erklärte die Schulleiterin. Besonders wichtig war für sie daher der Applaus der Zuschauer als Bestätigung und Anerkennung für die Schüler nach der Aufführung. (lmo)

Die Rheinpfalz vom 02.03.2011

Verborgene Talente entdeckt

Landstuhl: Mit zwei Aufführungen endet die Zirkusprojektwoche der Grundschule In der Au - Lehrer haben Kinder neu kennengelernt

Einen Zirkus kennt fast jedes Kind. Wenn Clowns ihre lustigen Späße vorführen, Artisten waghalsig am Trapez turnen oder Zauberer verblüffende Tricks präsentieren, dann ist das Publikum hingerissen. Die 240 Schüler der Landstuhler Grundschule In der Au durften die Seite wechseln. In einer Projektwoche mit dem Zirkus „Zapp Zarap” schlüpften sie in die Rolle der Akteure. Am Samstag zeigten sie im Zirkuszelt auf dem Schulhof ihre neu erlernten Fähigkeiten.
Vor Beginn der Vorstellung des Zirkus „Zapp Zarap” auf dem Schulhof der Grundschule In der Au drängen über 360 Zuschauer in das Zeltinnere. Eine freudige Aufgeregtheit begleitet die letzten Vorbereitungen. Die Scheinwerfer gehen an, Schulrektorin Anette Buchholz gibt die Manege frei. Nacheinander zeigen Akrobaten, Zauberer, Clowns, Feuerbändiger, Fakire, Seiltänzer und Jongleure nicht nur das, was sie in den wenigen Tagen eingeübt haben, sondern auch, was bislang an verborgenen Talenten in ihnen geschlummert hat.
Mit Spannung verfolgen Eltern, Großeltern und Geschwister die einzelnen Darbietungen, während hinter dem Vorhang die vier Zirkuspädagogen und das Kollegium für einen reibungslosen Ablauf sorgen. „Da ist Lea”, ruft eine Mutter und winkt der jungen Akrobatin zu. Mit begeistertem Applaus honorieren die Zuschauer die einzelnen Darbietungen, den Eltern steht der Stolz auf ihre Sprösslinge ins Gesicht geschrieben.
Die neunjährige Schülerin Audrey hat sich für die
Trapeznummer entschieden, weil sie keine Angst vor der Höhe hat.
Zum Finale marschieren alle frisch gebackenen Zirkuskünstler begleitet von Pfiffen, Johlen und stehenden Ovationen ein. Alles hat bestens geklappt, die Anspannung weicht bei allen Beteiligten - auch bei der neunjährigen Artistin Audrey. Sie erzählt ganz gelassen von ihrer Wahl für die Nummer: „Ich habe mich für das Trapez entschieden, weil ich keine Angst vor der Höhe habe.” Etwas Mut sei zwar schon nötig, wenn sie in der Waagrechten ein Bein nach hinten strecke, räumt das Mädchen ein. Dennoch würde es sich mit Begeisterung jederzeit wieder dafür entscheiden.
Die zehnjährige Lena Scharwath bringt die Menschen gerne zum Lachen. Aus diesem Grund war es für sie keine Frage, ob sie in ein Clownkostüm schlüpft. „Es hat mir viel Spaß gemacht”, meint sie. Gemeinsam mit ihren Eltern freut sie sich darüber, dass alles glatt gelaufen ist. Nicole und Stefan Scharwath waren mindestens genauso aufgeregt wie ihre Tochter, haben Daumen gedrückt und mitgefiebert. „Wir sind stolz auf Lena und finden, dass das Projekt für die Kinder eine tolle Sache und eine schöne Erfahrung ist”, berichten sie.
„Es ist das Schönste, in die Gesichter der Kinder zu gucken und zu sehen, wie sie über sich selbst hinauswachsen”, meint Buchholz. Wichtig sei der donnernde Applaus als Bestätigung gewesen. „Wir als Lehrer haben geglaubt, dass wir unsere Kinder kennen, jetzt haben wir sie mit neuen Blicken gesehen.” (Monika Klein)

Die Rheinpfalz vom 23.02.2011

Artisten, Clowns und Feuerspucker

LANDSTUHL: Zirkusprojekt an der Grundschule In der Au hat begonnen – Aufführungen am Samstag
Manege frei: Seit Montag ist der Zirkus „Zapp Zarap“ zu Gast auf dem Schulhof der Grundschule In der Au in Landstuhl. Zirkuspädagogen bringen Schülern und Lehrern eine Woche lang Feuer speien, Balancieren und Zaubern bei. Am ersten Tag konnten die Schüler alles ausprobieren. Florian (10) will, wie die meisten Jungen, am Samstag als Feuerspucker auftreten. Die siebenjährige Sarah hingegen sagt: „Ich mag das Balancieren.“ An der Hand von Lehrerin Gertrud Lenhard klappt das auf dem etwa ein Meter über dem Boden gespannten Seil auch schon ganz gut. Vor dem Feuer der Feuerschlucker hat sie hingegen noch ein wenig Respekt. Zu sehen sind die kleinen Zirkuskünstler in zwei Aufführungen am Samstag, 26. Februar, um 11:00 und nochmal 14:30 Uhr. (ipf)

Die Rheinpfalz vom 05.01.2011

GESPRÄCH DER WOCHE

mit der Grundschule In der Au über den Besuch des Mitmach-Zirkusses Zapp Zarap, der im Februar auf dem Schulhof Station macht
LANDSTUHL. „Alles Zirkus“ heißt es im Februar eine Woche lang in der Grundschule In der Au in Landstuhl. Der Mitmachzirkus „Zapp Zarap“ kommt in die Sickingenstadt. Marktplatz regional-Redakteurin Pola Schlipf sprach mit der Schulleiterin Anette Buchholz und den Lehrerinnen Carolin Brand sowie Marianne Müller über den Stand der Vorbereitungen.
Der „Circus Zapp Zarap“ kommt in die Schule. Was passiert da genau?
Buchholz: Zunächst werden die Lehrer von zwei Zirkuspädagogen geschult.
Brand: Genau, zum Beispiel in den Bereichen Clownerie, Jonglage oder Feuerspucken – jeder darf sich aussuchen, was er kennenlernen möchte.
Buchholz: Dann trainieren die Kollegen das fleißig mit den Kindern. Freitag ist Generalprobe und am Samstag Aufführung.
Welche Klassen nehmen an dem Projekt teil?
Buchholz: Alle Kinder der Schule sind beteiligt. Deshalb müssen wir zwei Gruppen einteilen: 120 Kinder trainieren und 120 Kinder erarbeiten in den Klassenzimmern begleitende Projekte, etwa eine Zirkuszeitung.
Wie ist der Kontakt zu dem Zirkus zustande gekommen?
Müller: Es lag ein Flyer im Lehrerzimmer. Wir hatten im vergangenen Jahr in den ersten Klassen eine Fibel mit einem Zirkus als Titelbild. Seither ist die „Zirkusfamilie“ unser Motto und ich dachte, der Circus Zapp Zarap, das wäre doch etwas für unsere Schule.
Buchholz: Frau Müller hat ihre Idee dann so begeistert weitergegeben, dass uns gar nichts anderes übrig blieb, als mitzumachen.
Haben Sie mit anderen Schulen gesprochen, bei denen der Zirkus schon war?
Müller: Ja, wir sind nach Freisen zur Regionalen Schule gefahren und haben den Zirkus vor Ort gesehen. Wir waren sofort begeistert.
Brand: Die Eltern und Großeltern hatten Tränen in den Augen.
Was erhoffen Sie sich aus pädagogischer Sicht von dieser Woche?
Buchholz: Dass sich die Kinder außerhalb des Unterrichtsalltags beweisen können.
Brand: Auch Schwächere können im Zirkus ihre Stärken zeigen.
Buchholz: Es ist auch für uns schön zu sehen, dass jedes Kind etwas besonders gut kann.
Und was kostet das Projekt?
Brand: Das Gesamtpaket kostet 7500 Euro. Darin enthalten ist das Zirkuszelt und das Equipment, das die Zirkuspädagogen mitbringen.
Brand: Wir sind losgegangen und haben Firmen und Privatleute gesucht, die ein soziales Projekt unterstützen möchten. Und wir sind auf offene Ohren gestoßen.
Müller: Ja, anfangs hatten wir Sorgen, ob wir das Geld zusammenbringen.
Buchholz (lacht): Ich hatte sogar schon angefangen zu sparen.
Und, sind die Kosten jetzt komplett gedeckt?
Buchholz: Nein, noch nicht ganz, wir sind aber auf einem guten Weg. Nichtsdestotrotz freuen wir uns über jede Spende. Wir suchen noch Unterkünfte für die Zirkuspädagogen, Leute, die beim Zeltauf- und -abbau helfen und jemanden, der uns die Zeltheizung befüllt.

Mit freundlicher Genehmigung von DIE RHEINPFALZ
Letzte Änderung am 15.04.2011
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